Unscheinbare Fundstücke erzählen Geschichten – Über die Kachelöfen im Heidelberger Schloss vor dem großen Brand *

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Fragment einer Blattkachel mit Alexander aus der Serie der reitenden Weltreiche im Samson-Rahmen, graphitiert, Anfang 17. Jh., H. 17,0 cm, Br. 20,5 cm, Heidelberg, SchlossNur wenige Reste haben sich von der ursprünglichen spätgotischen und renaissancezeitlichen Innenausstattung des Heidelberger Schlosses erhalten. Dazu zählen unter anderem einige Kacheln, die bei Sanierungsarbeiten geborgen werden konnten. Dass jedoch auch diese unscheinbaren keramischen Reliefs bei genauerem Hinsehen zahlreiche Informationen preisgeben, soll am Beispiel eines unglasierten Fragments aufgezeigt werden.

Von der Kachel ist nur noch die obere rechte Ecke mit einem Pfeile schießenden Putto vorhanden. Unterhalb des Pfeils sind als Teile einer Inschrift die Buchstaben AL.. und M.. ablesbar.

Vergleichbare Kacheln konnten vor wenigen Jahren in Karlsruhe-Durlach ausgegraben werden. Dort fand man zwei nahezu vollständige Kachelöfen, die bei der Zerstörung Durlachs im Verlaufe des Pfälzisch-Orleanschen Erbfolgekrieges in einen Keller stürzten. Die Kacheln auf einem der beiden Öfen zeigen durchweg religiöse Motive. Kernstück der Ausstattung eines Ofens bilden großformatige Reiterreliefs in einem Rahmen, der von zahlreichen Figuren belebt ist. Die Sockelzone ist mit zwei Szenen aus der Samsongeschichte besetzt: dem Ringen mit dem Löwen und dem Erschlagen der tausend Philister mit der Kinnbacke des Esels. Die Bezwingung des Löwen steht im Vordergrund der stark plastisch ausgebildeten Darstellung. Entsprechend dem tatsächlichen Handlungsablauf ist der Kampf mit den Philistern in den Hintergrund gerückt. Die Heerschar wird von nur einem Soldaten symbolisiert. Auf einem weiteren Kachelfragment im Kurpfälzischen Museum, das ebenfalls aus dem Heidelberger Schloss stammen dürfte, ist das Innenfeld von einer großen bärtigen Figur flankiert. Ein junger Mann auf der gegenüberliegenden Seite mit Hirtenschleuder weist die Figurengruppe als Darstellung des ungleichen Kampfes Davids gegen Goliath aus. Beide alttestamentarischen Szenen versinnbildlichen analog zur Überwindung des Todes durch Christus in erster Linie den Sieg des Glaubens über das Böse. Beide Figurengruppen stehen damit für Tapferkeit und Integrität.

Der Pfeile verschießende Erot aus de, 1578 in Nünberg verlegten Kunst- und Lhrbüchlein des Jost Amman diente als Vorlage für den Zwickelbesatz der rahmenden Arkade der Kachel vom Heidelberger Schloss.Die Rahmenfiguren nehmen einen direkten thematischen Bezug zum Innenfeld auf. Dort befand sich ursprünglich die Reiterfigur Alexanders des Großen. Vergleichbare Kacheln in Basel und Worms zeigen einen nach links reitenden jungen Mann in Feldherrentracht mit Kronhelm auf einem steigenden Pferd. In seiner Rechten hält er eine Fahne mit einem Widder. Die Inschrift auf Kopfhöhe bezeichnet den Reiter als ALEXANDER. MAGNVS. Die Ziffer 3 legt nahe, daß das Relief zu einer mehrteiligen Folge ähnlicher Darstellungen gehörte. Alexander gibt sich durch die auf dem Boden liegenden Besiegten als Triumphator zu erkennen. Hinter dem Pferd erkennt man ein vielköpfiges Fabelwesen.

Ninus, Cyrus, Alexander der Große und Julius Cäsar verkörpern in einer Vision des Propheten Daniel die vier Weltreiche: das babylonische, das persische, das griechische und das römische. Neben der Namensnennung und dem Fahnenemblem weist sich der jeweilige Herrscher durch ein Fabeltier zu seinen Füßen aus, das in Anlehnung an die Danielvision dem Meer entsteigt. Nach Daniel gleich das Tier des alexandrinischen Weltreichs „… einem Panther, hatte aber auf dem Rücken vier Flügel, wie Flügel eines Vogels; auch hatte das Tier vier Köpfe…”. Die Weltreiche verkörpern in der Traumdeutung Daniels zufolge die Vorstufe zum ewigen Reich Gottes, eine Vorstellung, die sich in der Apokalypse des Johannes wieder findet. Unter dem Hinweis auf das Gottesreich stellen die Reiter als Symbolfiguren der sich ablösenden Weltreiche in erster Linie die Vergänglichkeit weltlicher Herrschaft dar. Ihr Triumph ist nur von kurzer Dauer, spiegelt sich am letztlich doch bezwungenen Vorläufer ihr eigenes Schicksal wider. Am Ende der vier sich ablösenden Weltreiche steht das Römische Reich. Es besitzt damit als letztes Stadium vor dem Reich Gottes den höchsten Stellenwert.

Auf Werken der Kachelkunst können zwei Weltreichserien nachgewiesen werden. In Anlehnung an die Serie der neun guten Helden fertigte der Künstler Georg Vest in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts für die Leupold-Werkstatt in Nürnberg eine Folge mit ganzfigurigen, stehenden Feldherren. Solche Kacheln finden sich auf einem Nürnberger Ofen aus dem Jahre 1694. Sie belegen eine mehr als fünfzigjährige, unveränderte Nutzung des Motivs.

Verbreitung der Serie der Weltreiche zu Pferd. Dreieck: Rahmen mit Schuppenbesatz, Quadrat: Samson-Rahmen, Punkt: unklare Rahmenform. Karte: J. Jung, Spessart-GISDie zweite Weltreichfolge, der auch das Heidelberger Fragment angehört, zeigt ebenfalls Feldherren in antiker Tracht. In diesem Fall hat man sie als reitende Triumphatoren gestaltet. Die Kachelserie war in ganz Südwestdeutschland verbreitet, und zwar in Alzey, Basel, Colmar, Esslingen, Ettlingen, Burg Hardenberg, Heidelberg, Karlsruhe-Durlach, Stuttgart und Worms. Innenfeldmodel aus Colmar und Stuttgart weisen auf die Verwendung von ein- und zweiteiligen Negativformen zur Herstellung der vergleichsweise großen Bildfelder hin.

Bei einem Vergleich der einzelnen Kacheln fällt die Verwendung unterschiedlicher Rahmenformen auf. Neben sehr einfachen Rahmen mit blatt- oder löwenkopfbesetzten Zwickeln umgab man die Reiter mit dem auch thematisch auf die Innenfelder abgestimmten Rahmen mit David und Samson. Die Durlacher Kacheln weisen anstelle von David und Goliath schuppenbesetzte Pfeiler auf. Übereinstimmungen in der Gestaltung der Figuren und Ornamente mit dem Werkschaffen des in Frankfurt am Main ansässigen Modelschneiders Johannes Vest (1575-1611) sprechen dafür, daß der Rahmen mit David und Samson in unmittelbarer Nähe zu der Frankfurter Werkstatt entstand.


Serie der vier Weltreiche zu Pferd: Ninus von Ninive (1)

Kupferstich von Adriaen Collaert, letzte Drittel 16. Jh.

Serie der vier Weltreiche zu Pferd: Alexander der Große, König von Makedonien (3)

Kupferstich von Adriaen Collaert, letzte Drittel 16. Jh.

Serie der vier Weltreiche zu Pferd: Gaius Julis Cäsar (4)

Kupferstich von Adriaen Collaert, letzte Drittel 16. Jh.

Serie der vier Weltreiche zu Pferd: Ninus von Ninive (1)

Radierung von Matthäus Merian, 1593

Serie der vier Weltreiche zu Pferd: Cyrus Major, König von Persien (2)

Radierung von Matthäus Merian, 1593
Serie der vier Weltreiche zu Pferd: Alexander der Große, König von Makedonien (3)

Radierung von Matthäus Merian, 1593
Serie der vier Weltreiche zu Pferd: Gaius Julis Cäsar (4)

Radierung von Matthäus Merian, 1593


Als Vorlage für das Alexanderrelief diente eine Folge von vier Kupferstichen von Adriaen Collaert nach Marten de Vos (1532-1603). Diese Stichfolge war, wie mehrfach in der Literatur betont, bei Kunsthandwerkern außerordentlich beliebt. Mit ihr ließ sich die Vergänglichkeit aller irdischen Macht und die Unüberwindbarkeit des Heiligen Römischen Reiches als letztes der vier Weltreiche vor dem Jüngsten Gericht auf damals durchaus allgemeinverständliche Art darstellen. Es liegt nahe, dass eine solche Ikonographie auch vom Kaiserhaus aufgegriffen wurde. So schnitt Christoph Maucher (1642 – nach 1705) nach den Vorlagen von Marten de Vos vier Bernsteintafeln für einen Bernsteinstuhl. Das Prunkmöbel wurde Kaiser Leopold I. als Geschenk des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm überreicht. In diesem Zusammenhang verwundert es kaum, wenn die Kupferstichfolge mehr als sechzig Jahre nach ihrer Entstehung im Jahre 1660 nochmals von dem Nürnberger Verleger Paulus Fürst herausgegeben wurde, diesmal mit deutschen Sprüchen und von Georgius Frentzel gestochen.

Das Kachelfragment mit Alexander dem Großen stellt in Heidelberg kein Einzelstück dar. Ein Fragment vom Schlossberg, das ebenfalls zur ursprünglichen Ausstattung des Heidelberger Schlosses gehörte, lässt sich als Teil einer Kachel mit dem reitenden Julius Cäsar identifizieren. Weitere Fragmente mit Cäsar aus dem ehemaligen Augustinerkloster führen deutlich vor Augen, daß man innerhalb der Stadt über einen Wohnkomfort verfügte, der dem Schloss nur wenig nachstand.

Besondere Beachtung verdienen jedoch mehrere Fragmente der Cäsarkachel aus dem ehemaligen Eysackschen Hof in der Unteren Neckarstraße. Sie lagen in einer Verfüllung mit Modelfragmenten zur Herstellung von Ofenkacheln. Da weder anhaftender Ofenlehm noch Verrußungsspuren auf der Rückseite nachgewiesen werden können, dürften die Kacheln nie in einen Ofen eingebaut worden sein. Die blasig aufgeworfene Glasur auf der Vorderseite legt vielmehr nahe, daß die Kachelfragmente als Fehlbrände schon bald nach einem misslungenen Brand vom Hafner weggeworfen wurden. Die teilweise datierten Model und Kacheln aus dem ehemaligen Eysackschen Hof bestätigen, daß der Hafnereiabfall nur wenige Jahre nach 1610 in den Boden gelangte. Im Anwesen, das den Wirren des 30jährigen Krieges zum Opfer fiel, wohnte auch Sebastian Götz, der Bildhauer des Friedrichbaues des Heidelberger Schlosses.

Für das Fragment aus der Weltreichserie vom Heidelberger Schloss kann der Weg von der graphischen Vorlage, seine Umsetzung in ein Relief im Umfeld der Hafnerfamilie Vest in Frankfurt am Main sowie die Fertigung entsprechender Kacheln in Heidelberg nachgezeichnet werden. Über die genaue Herkunft des Fragments ist man leider nicht unterrichtet. Aufgrund der Verbindung des Modelfundes in der Unteren Neckarstraße mit dem Bildhauer Sebastian Götz liegt jedoch die Vermutung nahe, daß das Alexanderfragment zur Erstausstattung des Friedrichbaues gehörte.


Fragment einer Blattkachel mit Alexander aus der Serie der reitenden Weltreiche im Samson-Rahmen, graphitiert, Anfang 17. Jh., H. 17,0 cm, Br. 20,5 cm, Heidelberg, Schloss
Fragment einer Blattkachel mit Alexander aus der Serie der reitenden Weltreiche im Samson-Rahmen
graphitiert, Anfang 17. Jh., H. 17,0 cm, Br. 20,5 cm

Heidelberg, Schloss
Fragment einer Blattkachel mit Alexander aus der Serie der reitenden Weltreiche im Samson-Rahmen, graphitiert, Anfang 17. Jh., H. 17,0 cm, Br. 20,5 cm, Heidelberg, Schloss
Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche, dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 8,3 cm, Br. 7,2 cm, Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, urspr. Heidelberg, Untere Neckarstraße
Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche
dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 8,3 cm, Br. 7,2 cm

Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, urspr. Heidelberg, Untere Neckarstraße
Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche, dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 8,3 cm, Br. 7,2 cm, Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, urspr. Heidelberg, Untere Neckarstraße
Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche, dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 12,8 cm, Br. 13,7 cm, Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, urspr. Heidelberg, Neue Schlossstraße
Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche
dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 12,8 cm, Br. 13,7 cm

Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, urspr. Heidelberg, Neue Schlossstraße
Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche, dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 12,8 cm, Br. 13,7 cm, Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, urspr. Heidelberg, Neue Schlossstraße
Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Alexander aus der Serie der reitenden Weltreiche, dunkelbraun glasiert; 1. Hälfte 17. Jh., H. 10,3 cm, Br. 10,7 cm, Speyer, Historisches Museum der Pfalz, ursp. Burg Hardenburg
Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Alexander aus der Serie der reitenden Weltreiche
dunkelbraun glasiert; 1. Hälfte 17. Jh., H. 10,3 cm, Br. 10,7 cm

Speyer, Historisches Museum der Pfalz, ursp. Burg Hardenburg
Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Alexander aus der Serie der reitenden Weltreiche, dunkelbraun glasiert; 1. Hälfte 17. Jh., H. 10,3 cm, Br. 10,7 cm, Speyer, Historisches Museum der Pfalz, ursp. Burg Hardenburg
Fragment eines Lavabos mit einem Relief mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche, gün glasiert, Ende 17. Jh., H. 18,0 cm, Br. 15,0 cm. Ettlingen, Albgaumuseum, urspr. Ettlingen, Alte Markthalle
Fragment eines Lavabos mit einem Relief mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche
gün glasiert, Ende 17. Jh., H. 18,0 cm, Br. 15,0 cm

Ettlingen, Albgaumuseum, urspr. Ettlingen, Alte Markthalle
Fragment eines Lavabos mit einem Relief mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche, gün glasiert, Ende 17. Jh., H. 18,0 cm, Br. 15,0 cm. Ettlingen, Albgaumuseum, urspr. Ettlingen, Alte Markthalle
Moderne Abformung des Innenfelds einer Blattkachel mit Ninus aus der Serie der reitenden Weltreiche, gelb glasiert, Anfang 20. Jh. ?., Alzey, Museum der Stadt
Moderne Abformung des Innenfelds einer Blattkachel mit Ninus aus der Serie der reitenden Weltreiche
gelb glasiert, Anfang 20. Jh. ?.

Alzey, Museum der Stadt
Moderne Abformung des Innenfelds einer Blattkachel mit Ninus aus der Serie der reitenden Weltreiche, gelb glasiert, Anfang 20. Jh. ?., Alzey, Museum der Stadt
Fragment des Models einer Blattkachel mit Cyrus aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Schuppenbandbesatz, unglasiert, Anfang 17. Jh., H. 38,0 cm, Br. 33,0 cm, Colmar, Musée d´Unterlinden
Fragment des Models einer Blattkachel mit Cyrus aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Schuppenbandbesatz
unglasiert, Anfang 17. Jh., H. 38,0 cm, Br. 33,0 cm

Colmar, Musée d´Unterlinden
Fragment des Models einer Blattkachel mit Cyrus aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Schuppenbandbesatz, unglasiert, Anfang 17. Jh., H. 38,0 cm, Br. 33,0 cm, Colmar, Musée d´Unterlinden
Model des Innenfelds einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche, unglasiert Anfang 17. Jh., H. 28,5 cm, Br. 20,5 cm, Stuttgart, Württembergisches Landesmuseum
Model des Innenfelds einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche
unglasiert Anfang 17. Jh., H. 28,5 cm, Br. 20,5 cm

Stuttgart, Württembergisches Landesmuseum
Model des Innenfelds einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche, unglasiert Anfang 17. Jh., H. 28,5 cm, Br. 20,5 cm, Stuttgart, Württembergisches Landesmuseum
Fragment einer Blattkachel mit Ninus aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Samson, graphitiert, Anfang 17. Jh., H. 49,0 cm, Br. 32,0 cm, Rastatt, Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Zentrales Fundarchiv, urspr. Karlsruhe-Durlach, Saumarkt
Fragment einer Blattkachel mit Ninus aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Samson
graphitiert, Anfang 17. Jh., H. 49,0 cm, Br. 32,0 cm

Rastatt, Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Zentrales Fundarchiv, urspr. Karlsruhe-Durlach, Saumarkt
Fragment einer Blattkachel mit Ninus aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Samson, graphitiert, Anfang 17. Jh., H. 49,0 cm, Br. 32,0 cm, Rastatt, Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Zentrales Fundarchiv, urspr. Karlsruhe-Durlach, Saumarkt
Fragment einer Blattkachel mit Cyrus aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Samson, grün glasiert, Anfang 17. Jh., H. 45,8 cm, Br. 32.9 cm, Düsseldorf, Hetjens-Museum
Fragment einer Blattkachel mit Cyrus aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Samson
grün glasiert, Anfang 17. Jh., H. 45,8 cm, Br. 32.9 cm

Düsseldorf, Hetjens-Museum
Fragment einer Blattkachel mit Cyrus aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Samson, grün glasiert, Anfang 17. Jh., H. 45,8 cm, Br. 32.9 cm, Düsseldorf, Hetjens-Museum
Fragment einer Blattkachel mit Alexander aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Samson, dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 53,5 cm, Br. 40,2 cm, Münnerstadt, Henneberg-Museum
Fragment einer Blattkachel mit Alexander aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Samson
dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 53,5 cm, Br. 40,2 cm

Münnerstadt, Henneberg-Museum
Fragment einer Blattkachel mit Alexander aus der Serie der reitenden Weltreiche in Arkade mit Samson, dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 53,5 cm, Br. 40,2 cm, Münnerstadt, Henneberg-Museum
Fragment einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche in schuppenbandbesetzter Arkade, graphitiert, Anfang 17. Jh., H. 34,5 cm, Br. 30,7 cm, Feuchtwangen, Fränkisches Museum
Fragment einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche in schuppenbandbesetzter Arkade
graphitiert, Anfang 17. Jh., H. 34,5 cm, Br. 30,7 cm

Feuchtwangen, Fränkisches Museum
Fragment einer Blattkachel mit Cäsar aus der Serie der reitenden Weltreiche in schuppenbandbesetzter Arkade, graphitiert, Anfang 17. Jh., H. 34,5 cm, Br. 30,7 cm, Feuchtwangen, Fränkisches Museum
Fragment einer Blattkachel mit Cyrus aus der Serie der reitenden Weltreiche ohne rahmende Arkade, dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 73,6 cm, Br. 50,5 cm, Meiningen, Schloss Elisabethenburg
Fragment einer Blattkachel mit Cyrus aus der Serie der reitenden Weltreiche ohne rahmende Arkade
dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 73,6 cm, Br. 50,5 cm

Meiningen, Schloss Elisabethenburg
Fragment einer Blattkachel mit Cyrus aus der Serie der reitenden Weltreiche ohne rahmende Arkade, dunkelbraun glasiert, Anfang 17. Jh., H. 73,6 cm, Br. 50,5 cm, Meiningen, Schloss Elisabethenburg


Weiterführende Literatur:

Konrad Bedal, Apostel und Engel im Schutt. Kachel- und Irdenwarefunde des 16. bis 18. Jahrhunderts von einer bisher unbekannten Hafnerwerkstatt in Windsheim. Vorläufiger Bericht, in: Franken unter einem Dach. Zeitschrift für Volkskunde und Kulturgeschichte 18 (1996), S. 5–37.
Ludwig Döry, Alte Ofenkacheln und Kachelbilder aus dem Museum Andreasstift und dem Heylshof. Der Wormsgau 22 (2003) S. 73-107.
Rosemarie Franz, Der Kachelofen. Forsch. und Ber. des Kunsthist. Inst, der Univ. Graz 1 (1981), bes. S. 128.
Theodor Hampe, Beiträge zur Geschichte des Buch- und Kunsthandels in Nürnberg. II. Paulus Fürst und sein Kunstverlag, in: Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum 1914/15, S. 50-55.
Bernwart Heukemes, Weitere archäologische Beobachtungen im Erweiterungsgebiet des Kurpfälzischen Museums in Heidelberg, in: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 1987, S. 294-298.
Ernst Kramer, Die vier Monarchien. Der Traum Nebucadnezars als Thema keramischer Werke, in: Keramos. Zeitschrift der Gesellschaft der Keramikfreunde e.V. Düsseldorf (1965), S. 2–27.
Ingeborg Krueger, Ein Prunkbecken des Barock. Zur Ikonographie der Vier Weltreiche nach Daniels Visionen. 1. Teil, in: Kunst und Antiquitäten 1984, S. 36-45.
Hans Michaelsen, Die Technik der Reliefintarsie. Untersuchungen an einem wiederentdeckten Egerer Kabinettschrank, in: Restauro. Zeitschrift für Kunsttechnik, Restaurierung und Museumsfragen 5 (1992) S. 293-303.
Marjorie Trusted, Four Amber Statues by Christoph Maucher, in: Pantheon 42, 1984, S. 245-250.
Harald Rosmanitz, Die Ofenkacheln, in: Lutz, Dietrich (Hg), Vor dem großen Brand. Archäologie zu Füßen des Heidelberger Schlosses, Stuttgart 1992, S. 77-81.
Harald Rosmanitz, Die barocken Kachelöfen aus dem Haus eines Kaufmanns im Bereich des Saumarktes in Karlsruhe-Durlach, in: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 1992, S. 352-355.
Harald Rosmanitz, Graphische Vorlagen und ihre Umsetzung, in: Eva Roth Heege (Hg.), Ofenkeramik und Kachelofen. Typologie, Terminologie und Rekonstruktion im deutschsprachigen Raum (Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters Bd. 39), Basel 2012, S. 64–67.
Günther Unteidig, Ein Kachelofen auf Schloss Burk, Thüringen, in: Harald Siebenmorgen (Hg.), Blick nach Westen. Keramik in Baden und im Elsass, Karlsruhe 2013, S. 343–347.


*Harald Rosmanitz, Unscheinbare Fundstücke erzählen Geschichten. Über die Kachelöfen im Heidelberger Schloß vor dem großen Brand, in: Schlösser Baden-Württemberg (1996), S. 30–32, erweitert und überarbeitet 2010 u. 2015.