Editorial

Furnologia geht ins vierzehnte Jahr

Partenstein im Mai 2018

Als ich im Spätjahr 2004 mit der Einrichtung der ersten Seiten begann, war bei weitem noch nicht abzusehen, wie sich dieses Projekt entwickeln würde. Leider hatte ich in den letzten Jahren kaum ausreichend Zeit, um mich umfassend der Website zu widmen. Die positive Resonanz auf die Site und zahlreiche Anfragen haben mich darin bestärkt, kontinuierlich neue Informationen online zu stellen.

2017/18 hat sich in “www.furnologia.de” kaum etwas Neues ergeben. Der Grund ist nicht im Erlahmen der Forschungstätigkeit zu suchen. Vielmehr habe ich damit begonnen, meine schon lange geplante Dissertation anzugehen. Im Gegensatz zu den naturwissenschaftlichen Studiengängen ist es dann so gut wie unmöglich, parallel dazu Themen zu publizieren, die mit dieser Arbeit in Verbindung stehen. Diese Praxis steht übrigens ganz im Gegensatz zu den Dissertationen in naturwissenschaftlichen Fächern. Hier wird größter Wert darauf gelegt, möglichst schnell die aktuellsten Forschungsergebnisse einem Fachpublikum kund zu tun.

Ein deutlich größeres Problem für “www.furnologia.de” ist die verbindliche Umsetzung der nun geltenden Datenschutzrichtlinien. Diese betrifft in der vorliegenden Website  den großen Funduns an Bildern. Dass sich mit einem solchen Gesetz auch viel Geld machen lässt, zeigen speziell etablierte Rechtsantwaltskanzleien, die – sicher nicht selbstlos – Verstöße gegen die Datenschutzrichtlinien einklagen. Die Datenschutzrichtlinien sind so komplex, umfassend und in einem nur Juristen verständlichen Fachchinesisch abgefasst, dass es für sämtliche Betreiber deutscher Websites ohne entsprechend zu vergütendem Rechtsbeistand auf Dauer nicht möglich sein wird, weiterhin auf diesem Felde zu agieren. Machen Sie sich also schon einmal darauf gefasst, dass in den nächsten Monaten auch die Website “www.furnologia.de” Stück für Stück aus dem Netz genommen werden muss. Wieder einmal bewahrheitet sich, dass Globalisierung und zivilgesellschaftliches Engagement leider nicht miteinander in Einklang zu bringen ist.

Parallel dazu wird FurnArch, die umfangreiche Datenbank zur Ofenkeramik in Süddeutschland, weiter ausgebaut. Inzwischen finden sich dort 65.466 Einträge. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist der Ausbau einer internationalen Kachelbibliographie. Von den bislang 5864 erfassten Titel wurden mehr 4990 durchgearbeitet und verschlagwortet.

Da das Projekt keinerlei finanzielle Unterstützung erfährt, haben sich die Arbeiten in dieser Sache zu einer komplexen und raum- wie zeitgreifenden Freizeitgestaltung entwickelt. Ich bitte Sie daher um Nachsicht, sollte sich die Beantwortung Ihrer Anfragen etwas länger hinziehen.

Ich hoffe, sie haben an der Site viel Freude. Ich baue darauf, dass auch die neuen Datenschutzrichtlinien für diese Privatinitiative ausreichend Raum lassen, um auch künftig in diesem Felde tätig zu bleiben.

Ihr

Harald Rosmanitz