Editorial

Immer den Krümeln nach

Partenstein im Januar 2026

Das Jahr 2025 ermöglichte es, neue Sammlungen zu sichten, viele Kontakte zu knüpfen, FurnArch und FurnLit auszubauen, Vorträge zu halten und einiges zu publizieren. Im Zentrum der Arbeiten standen die Aufnahme der Ofenkacheln vom Alten Dom (St. Johann) in Mainz, des Stadtmuseums in Schramberg sowie Sammlungen in Haßfurt, Königsberg in Bayern, Neuburg an der Donau und Wiesenbronn.

Viel Zeit beanspruchte die Website www.furnologia.de. Neue Motive waren aufzubereiten und online zu stellen. Aus der Aktualisierung der Kartengrundlage ergab sich die Notwendigkeit, sämtliche dort publizieren Verbreitungskarten zu aktualisieren und neu zu generieren. Im Zuge dieser Arbeit, die sich über mehrere Monate hinzog, wurden auch alle Texte auf den neueste Stand der Forschung gebracht. Bei alldem blieb wenig Zeit für Tagungen und Vorträge. In Siegburg war es möglich, den Töpfereistandort Neuenburg am Rhein genauer unter die Lupe zu nehmen. Dieses Material konnte anlässlich einer Sonderausstellung auch in Neuenburg am Rhein als Vortrag präsentiert werden. Im Spessart sind zwei Vorträge über Kacheln vom Typ Tannenberg in Heimbuchenthal und über frühe Kacheln in Partenstein anzuführen.

Die Grundpfeiler von www.furnologia.de bilden die Datenbanken FurnArch und FurnLit. Beide wurden und werden kontinuierlich ausgebaut. FurnArch kann derzeit mit 89.291 Einträgen aufwarten. In FurnLit sind 7.226 Monographien und Artikel zum Thema eingebunden. Ca. 6.500 davon sind mit PDFs hinterlegt und verschlagwortet. Für FurnArch ist noch anzuführen, dass es endlich gelungen ist, die Datenbank in ein Programm zu überführen, dass neueren Standards entspricht.

Der Bestand an 3D-Scans, generiert als hochauflösende Streiflichtscans, konnte im Vergleich zum Vorjahr mit 1.284 Objekten annähernd verdoppelt werden. Ausgewählte Stücke sind in Sketchfab abrufbar. Hier wäre insbesondere auf die Kacheln des Renaissanceofens vom Neuen Schloss in Ingolstadt zu verweisen.

2026 wird die Arbeit unvermindert fortgesetzt. Uns ist durchaus bewusst, dass www.furnologia.de in ein zeitgemäßeres Format gebracht werden sollte. Als Projekt, das ausschließlich auf ehrenamtlichem Engagement basiert, ist ein solches Unterfangen nicht zu stemmen.

An dieser Stelle möchte ich mich in aller Form beim altbewährten Team bedanken, das mich bei der Arbeit für die Webseite maßgeblich unterstützt hat. Gerald Volker Grimm aus Obernburg und Christine Reichert aus Mainaschaff kümmerten sie wie immer um das Lektorat und lieferten auch inhaltliche Anregungen. Sabrina Bachmann aus Heimbuchenthal zeichnete für die Kartenerstellung, für die Visualisierungen und für die Pflege der Website verantwortlich. Vor allem sei meiner Frau Carola gedankt, die mir stets den Rücken freihält und zugleich mein Hauptsponsor ist. Nur mit einem so starken Team ist es möglich, die vielgestaltige Kachelforschung, von der die Website lediglich die Spitze des Eisbergs sein kann, in einer solchen Stringenz weiterzuverfolgen.

Ich hoffe, Sie haben mit www.furnologia.de weiterhin viel Freude.

Ihr

Harald Rosmanitz