Motive: Luther von der Veste Heldburg

Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Martin Luther, grün glasiert, Thüringen (?), nach 1550, H. 12,7 cm, Br. 9,4 cm Römhild, Steinsburgmuseum, urspr. Bad Colberg, Veste HeldburgBei der Einarbeitung der reliefierten Ofenkeramik aus Südthüringen in FurnArch1 konnte ein zweiteiliges, grün glasiertes Kachelfragment aufgenommen werden. Sein Relief zeigt die stehende Ganzfigur des Reformators Martin Luther. Die Kachel wurde 2001 auf der Veste Heldburg und dort im Zwinger vor dem Kommandantenbau ergraben.

Das 12,7 cm hohe und 9,4 cm breite Fragment war ursprünglich Teil des Innenfelds einer Blattkachel. Auf ihm ist die nach rechts ins Viertelprofil gedrehte, stehende Ganzfigur eines älteren Mannes mit Pagenschnitt zu erkennen. Er trägt über einem hochgeschlossenen Hemd einen langen, faltenbesetzten Mantel mit weiten Ärmeln. In seinen Händen hält er ein geschlossenes Buch. Die nur fragmentarisch erhaltene Inschrift …VS / LVT … lässt sich über Vergleiche mit einer polychromen Kachel aus Stralsund2 zu MARTINVS / LVTER vervollständigen. Das Stück aus Stralsund bestätigt, dass Martin Luther ursprünglich das gesamte Innenfeld für sich in Anspruch genommen haben dürfte. Hinter ihm, knapp unterhalb des Schriftzugs MARTINVS, befand sich ein mit einer Rose, der Lutherrose,3 besetzter Wappenschild. Die Arkade, die das Innenfeld umschloss, setzte sich aus abgetreppten Sockeln, schmalen, glatten Pfeilern, einer ebenfalls schmalen, perlstabbesetzten Bogenlaibung sowie aus rankenbesetzten Zwickeln zusammen. Dieser Architekturrahmen kam auch bei vielfigurigen Reformationskacheln zum Einsatz.4

Die Bildidee für das Relief von der Veste Heldburg wurde in der Cranach-Werkstatt entwickelt. In Gewandung, Haltung und Gesichtszügen geht die Bildfindung auf ein ganzfiguriges Ölgemälde von Lukas Cranch dem Jüngeren aus dem Jahre 1546 zurück.5 Laut Inschrift zeigt es den Reformator in seinem 63ten Lebensjahr. Das 1575 vom gleichen Maler geschaffene Diptychon mit Georg III. von Anhalt und Martin Luther6 lässt die auch im Kachelrelief nachgewiesene Handhaltung erkennen, mit der Luther die Bibel umschließt. In Anlehnung an das letztgenannte Werk schuf ein unbekannter Eisleber Maler den „Unverbrannten Luther“7.

Das Ölgemälde zierte ursprünglich die Eingangstür von Luthers Geburtshaus. Trotz geänderter Fußstellung überwiegen die Übereinstimmungen mit dem Kachelrelief. So wurde das Wappen mit der Lutherrose an ganz ähnlicher Stelle platziert. Alleine auf der Grundlage der erhaltenen Gemälde wäre für das Kachelfragment von der Heldburg als terminus post quem der Beginn des letzten Drittels des 16. Jahrhunderts zu postulieren. Deutlich älter, nämlich in das Jahr 1548, datiert inschriftlich ein Holzschnitt der Cranachwerkstatt,8 der aufgrund seiner zahlreichen Übereinstimmungen als die verbindliche graphische Vorlage des Kachelreliefs angesprochen wird.9 Der Druck wurde erst zwei Jahre nach seiner Entstehung in einer in Wittenberg verlegten Schrift veröffentlicht. Zu diesem Werk lässt sich seinerseits als Vorgänger ein weiterer, bereits 1546 gefertigter Holzschnitt anführen.10 Er stammt ebenfalls aus der Cranach-Werkstatt. Seine Bedeutung besteht darin, dass das bronzene Epitaph Luthers für dessen Grab in der Wittenberger Schlosskirche just nach dieser Vorlage gearbeitet wurde. Die Schnitzer der hölzernen Patrize aus dem Jahre 1548, die seit 1727 in der Andreaskirche in Erfurt zu sehen ist und das im gleichen Jahr durch den Erfurter Rotgießer Heinrich Ziegler (Ciegeler) d. J. gegossene Bronzeepitaph, das in der Michaeliskirche in Jena seine endgültige Aufstellung fand, wurde um den Wappenschild mit Lutherrose bereichert.11 Die Grabplatte erfuhr zahlreiche Nachahmungen. Erinnert sei an den „Unverbrannten Luther“ von Eisleben. Nach langer Irrfahrt war sie erst ab 1571 in Jena öffentlich zugänglich.

Die Übernahme des Konterfeis von Martin Luther auf Werke der Kachelkunst knüpft an eine lange Tradition der intensiven Nutzung der persönlichen Darstellungen des Reformators über die Jahrhunderte hinweg an.12 Die Basis dafür wurde noch zu Lebzeiten Luthers geschaffen. Die Gründe für die Platzierung dieses Bildthemas am Kachelofen ist eng mit der Diskussion um die „Reformationsöfen“ verknüpft.13 Das im gesamten furnologischen Verbreitungsgebiet belegbare Lutherkonterfei kann als Büste,14 als Halbbild15 oder als stehende Ganzfigur ausgebildet sein. Darüber fand Martin Luther auch als kniende Assistenzfigur einer Kreuzigung16 oder als von der Kanzel Predigender17 Eingang in Kachelreliefs. Ob als Portrait oder als in einer Szene Agierender, in allen Fällen ist die Einbindung Luthers in das Bildprogramm eines Kachelofens weniger als Personenkult denn als Bekenntnis zur Reformation und zum Lutheranertum zu werten.18 Es lässt sich nicht mit Sicherheit ausschließen, dass diese Bildidee bereits zu Lebzeiten Luthers Eingang in ein entsprechendes ikonographisches Programm fand. Die Mehrzahl der Ofenkacheln mit der Darstellung von Martin Luther lassen sich allerdings einem posthumen Kontext zuweisen.

Anlässlich der Aufarbeitung der Model aus der Kachelwerkstatt auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig konnte Martina Wegner ein mit dem Fund von der Veste Heldburg übereinstimmendes Modelfragment bearbeiten.19 Dieses ist für die Interpretation des Heldburger Stückes gleich in zweifacher Hinsicht von Bedeutung. Der Nachweis im Leipziger Produktionsmilieu, und dann auch noch in einer für die Renaissance und für den Manierismus außerordentlich bedeutenden, motivgebenden Werkstatt, kann als Zwischenschritt auf dem Weg von der Motivfindung (Wittenberg, Cranachwerkstatt) zum Verbraucher in der Ferne (Veste Heldburg) verstanden werden. Die Leipziger Kachel- und/oder Modelproduktion basiert in erster Linie auf der Rolle der sächsischen Metropole als überregionalem Handelszentrum. Die dort ansässigen Handwerker griffen Trends auf und setzten diese gegen klingende Münze in Vermarktbares um. Am Beispiel des Modelfragmets einer Lutherkachel zeigt sich der Stellenwert eines solchen Trendsetters, dessen Widerhall auch noch in Fulda und auf der Veste Heldburg zu spüren ist.

Verbreitung der Kacheln und Model mit Luther, Karte: Sabrina Bachmann, HeimbuchenthalDass dem Motiv allerdings nicht die gewünschte Wirkmächtigkeit beschieden war, dürfte mit der Schlacht bei Mühlberg am 24. April 1547 zusammenhängen. Die Euphorie der Protestanten erlitt durch die Niederlage des Schmalkaldischen Bundes einen gewaltigen Dämpfer. Vorsichtiges Agieren war angesagt. Die Platzierung eines Lutherkonterfeis auf einem Ofen in den eigenen Repräsentationsräumen konnte sich durchaus als Nachteil erweisen. Als Kompromiss wich man auf Motive aus, deren Verbundenheit mit dem Lutheranertum dem Eingeweihten durchaus bekannt waren, die aber auch andere Interpretationsmöglichkeiten zuließen.20 Vor diesem Hintergrund war der Verkaufsschlager „Luther-Kachel“ ein Rohrkrepierer, deutlich ablesbar an der Kartierung von bislang lediglich sechs bekannten Fundstellen des Motivs.

Das Model vom Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig ist jedoch auch aufgrund eines zweiten Modelfragments für die Interpretation des Reliefs von Bedeutung.21 Dieses lässt sich ebenfalls über eine Kachel aus Stralsund weitgehend vervollständigen.22 In derselben Rahmung steht dort der böhmische Reformator Jan Hus (1365-1415). Nebeneinandergestellt scheinen die beiden Kirchenlehrer im Disput vertieft. Das Relief von der Veste Heldburg erhält über den Werkstattbruch aus Leipzig ein für Südthüringen leider nicht nachgewiesenes Gegenstück. In der Vergesellschaftung der zweiteiligen Bildfolge kommt klar zum Ausdruck, dass es bei dem Motiv in erster Linie darum ging, historische Persönlichkeiten als Versinnbildlichung der neuen Glaubensrichtung abzubilden.

Das nur 12,7 cm hohe Fragment von der Veste Heldburg dürfte bei Ofenreparaturen oder -erneuerungen seinen Weg von den Repräsentationsräumen der Burg in die Zwingerverfüllung gefunden haben. Erst die Verortung des Fundstücks, das heute seines ursprünglichen Kontextes vollständig beraubt ist, in einem übergeordneten Zusammenhang zeigt die enge Beziehung zu Wittenberg. Die Stadt an der Elbe war nicht nur Wohn- und Wirkungsstätte des Reformators, sondern zugleich auch Arbeitsort von Lukas Cranch d. J. Er zeichnet für die Schöpfung der Bildidee verantwortlich, die ab 1550 als Graphik eine weite Verbreitung fand.

In der Furnologie ist es üblich, eine einmal gefundene Druckgraphik als verbindliche Vorlage für ein Kachelrelief anzusprechen. Dieses geradezu axiomhaft zur Anwendung kommende Verfahren sollte überdacht werden. Bei den Drucken handelt es sich in erster Linie um Rezeptionen von Kunstwerken. Oft werden nach einem solchen Kunstwerk gleich mehrere Druckgraphiken von einem oder mehreren Künstlern angefertigt. Hinzu kommen Plagiate dieser Drucke. In dieser Struktur bleibt unberücksichtigt, dass bereits während der Schaffensphase des Kunstwerkes ein Entwurf (Bozetto) als Patrize für ein Kachelrelief dienen kann. Warum soll ein Holzschnitzer, der das Modell für das Luther-Epitaph fertigte, auf das lukrative Zubrot der Fertigung einer hölzernen (?) Kachelpatrize mit demselben Motiv verzichten? Der genaue stilistische Vergleich aller motivisch in Frage kommenden Gemälde, Skulpturen, Plastiken und Druckgraphiken zeigt, dass nicht die angeführten Drucke sondern das Luther-Epitaph die meisten Parallelen zum Kachelrelief aufweist. Damit lässt sich postulieren, dass das hier zur Diskussion stehende Kachelrelief im direkten Werkstattumfeld oder sogar in der Werkstatt jenes Künstlers entstand, der in Erfurt die hölzerne Patrize des Epitaphs schuf. Wollte dieser mit einem vielfach rezipierbaren Relief des im Entstehen begriffenen Epitaphs zusätzlich zu seiner Beauftragung durch den Kurfürsten Johann Friedrich des Großmütigen weiteres Kapital schlagen?

Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Martin Luther
grün glasiert, Thüringen (?), nach 1550, H. 12,7 cm, Br. 9,4 cm

Römhild, Steinsburgmuseum, urspr. Bad Colberg, Veste Heldburg

Fragment des Innenfelds einer Blattkachel mit Martin Luther
dunkelgrün glasiert, Südhessen (?), zweite Hälfte 16. Jh., H. 3,8 cm, Br. 4,8 cm

Fulda, Vonderaumuseum, urspr. Fulda, Domplatz

Blattkachel mit Martin Luther als Halbbild mit Inschrift S MARTINVS LUTERVS D
graphitiert, Franken (?), zweite Hälfte 17. Jh., H. 22,5 cm, Br. 21,0 cm

Rothenburg ob der Tauber, Reichsstadtmuseum, Inv.-Nr. K 48 P

Fragment einer Blattkachel mit Luther von der Kanzel predigend
nach einer Druckgraphik von Hans Brosamer
graphitiert, zweite Hälfte 16. Jh., H. 29,2 cm, Br. 16,6 cm

Marburg, Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, Inv.-Nr. 15.209

Gipspatrize mit der Büste von Martin Luther
rückseitig beschriftet:
Ihrer Hoheit der Frau Herzogin/
Viktoria Adelheid/
eine Wiedergabe des Lutherreliefs/
am Reformationsofen des Gustav von Dormin/
Coburg im Jubiläumsjahr 1921/
Wilh. Luthard

unglasiert, Coburg, 1921, H. 17,8 cm, Br. 16,8 cm

Coburg, Kunstsammlung der Veste Coburg

Dem Modelbestande der Werkstatt vom Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig kommt dieser Argumentation folgend keine gestalterische, sondern eine vermarktende Rolle zu. Die Handelsmetropole, in der die überregional agierende Kachelwertstatt beheimatet war, stand bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Garant dafür, dass Kacheln mit dem stehenden Martin Luther bald schon Eingang in das Repertoire auch weit entfernter Töpfereien fanden. Lediglich der mit dem Zusammenbruch des Schmalkadischen Bundes (nach 1547) einhergehenden Zurückhaltung beim Bekenntnis zum neuen Glauben ist es geschuldet, dass der Serie mit Martin Luther und Jan Hus nur eine vergleichsweise kleine Verbreitung zuteil wurde. Die Frage muss offenbleiben, was den Burgherrn von der Heldburg dazu bewegte, das Epitaph Martin Luthers im Kleinformat in seiner Guten Stube zu platzieren.


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© Harald Rosmanitz, Partenstein 2020

  1. Ich danke für die freundliche Unterstützung von Mathias Seidel, Steinsburg-Museum Römhild.
  2. Stralsund, Kulturhistorisches Museum der Hansestadt, Inv.-Nr. A1996:0139 (Hoffmann 2001, S. 159, Abb. 14, Kat.-Nr. 79; Hoffmann 2005, S. 61, Abb. 56; Hoffmann 2007a, S. 149, Abb. 4; Hoffmann 2007b, Farbabb. 7a; Hoffmann 2008, S. 206, Abb. 6; Hoffmann 2009, S. 316, Abb. 14)
  3. Thier 2018
  4. Flügel/Kroll 1983, S. 417, Kat- Nr. F39; Richter 2015, S. 56, Abb. 7; Richter 2016, S. 146, Abb. 7
  5. Schwerin, Staatliches Museum, Inv.-Nr. G 864
  6. Coburg, Kunstsammlungen der Veste Coburg, Inv.-Nr. M 304
  7. Meller 2008, S. 161, Kat.-Nr. B3. Das Gemälde war ursprünglich an der Eingangstür von Luthers Geburtshaus angebracht.
  8. Holzschnitt in Georg Rhau, Hortulus animae. Lustgarten der Seele mit schönen lieblichen Figuren, Wittenberg 1550 (Dresden, Sächsische Landesbibliothek, Inv.-Nr. SLUB S.B. 1874)
  9. Wegner 2019, S. 203, Abb. 87.3; Žegklitz 2012a, S. 267, Abb. 15.2; Žegklitz 2012b, S. 45, Abb. 46.2
  10. „Wahrhafftige Bildnis des Ehrwirdigen Herrn Doctoris Martini Lutherii Seines Alters im LXIII Jar. Anno Christi 1546“ (Dresden, Sächsische Landesbibliothek, Inv.-Nr. SLUB S.B. 1874)
  11. Meissner 2014
  12. Treu 2008
  13. Hallenkamp-Lumpe 2006, S. 214-232; Hallenkamp-Lumpe 2007; Strauss 1966, S. 90-103
  14. Ose 1994
  15. Peschel-Wacha 2018
  16. Gralak 2017, S. 40-41; Kersting 2018, S. 114
  17. Oude-de Wolf/Vrielink 2013, S. 298
  18. Zur Bandbreite der Darstellung Kluttig-Altmann 2015
  19. Wegner 2018a, S. 118, Abb. 5; Wegner 2018b, S. 553, Abb. 5; Wegner 2019, S. 203, Abb. 87.2
  20. In diesem Kontext stehen Serien wie die Freien Künste Wittenberger Art (Rosmanitz 2014) oder die Alttestamentarischen Helden und Tyrannen (Ose 1992).
  21. Wegner 2018a, S. 118, Abb. 6; Wegner 2018b, S. 553, Abb. 6; Wegner 2019, S. 203, Abb. 87.2
  22. Wegner 2019, S. 203, Abb. 87.5