Motive: Kurfürsten aus Ettlingen

Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürsten zu Mainz (Zustand nach 1992), graphitiert, Ende 17. Jh., Ettlingen, Museum, urspr. Ettlingen, Entengasse/KirchgasseBei den archäologischen Untersuchungen in Ettlingen, Ecke Entengasse/Kirchgasse fand man im Jahre 1979 die Reste mehrerer Kachelöfen.1 Sie lagen im Zerstörungshorizont des Pfälzischen Erbfolgekrieges. Wenige Jahre später wurde eine aus diesem Zusammenhang stammende, nun teilrestaurierte Blattkachel mit reitendem Herrscher der Öffentlichkeit vorgestellt.2 1992 stand die Blattkachel nach nochmaliger Restaurierung im Fokus einer Motivstudie.3

Die hochrechteckige Ofenkachel hat eine Höhe von 40,0 cm und eine Breite von 28,5 cm. Ihre Unterseite wird von einem 5,5 cm breiten, keramischen Steg umschlossen, der das Vorsatzblatt ursprünglich mit dem Ofenkörper verband. Die unglasierte Kachel besteht aus fein gemagerter, braungelber Keramik. Beim Einbau in den Ofenkörper wurde sie mit einem schwarzen Graphitüberzug versehen. Die Vorderseite weist ein plastisches, bis zu 3,0 cm erhabenes Halbrelief auf. Es zeigt im Bildfeld einen nach rechts gewandten Reiter auf einem steigenden Pferd. Der Reiter ist zeitgenössisch bekleidet. Ein knielanger Fellmantel schließt oben mit einem zweiteiligen, weißen Leinenkragen, dem Beffchen, ab. Auf die Vorderseite des Mantels wurde eine rüschenbesetzte Borte aufgenäht. Die Taille wird von einer Schärpe umschlossen. An den Füßen trägt der Reiter kniehohe, sporenbesetzte Schaftstiefel, die zum Schutz gegen Spritzwasser mit breiten Ledermanschetten versehen wurden. Die Stiefel mit hohen Absätzen stecken in Steigbügeln. Als Insignien trägt der Reiter über seiner schulterlangen Perücke einen Kurfürstenhut mit Hermelinbesatz. In seiner rechten Hand hält er eine eingerollte Urkunde.

Mit seiner Linken zügelt er sein Pferd. Dessen sich kraftvoll aufbäumendes Vorderteil steht im Gegensatz zu dem fast statisch wirkenden Hinterteil mit gerade herabhängenden Schweif. Die Bewegungslosigkeit überträgt sich auf den Reiter, der dadurch eine würdevolle Haltung einnehmen kann. Das Pferd ist mit prächtig verziertem Zaumzeug ausgestattet. Von dem auf einer fransenbesetzten Schabracke aufliegenden Sattel hängen Steigbügel herab. Am vorderen Teil des Sattels wurde ein Pistolenfutteral befestigt. In ihm steckt eine mit dem Griff nach vorne zeigende Steinschloßpistole. Auf dem mit Bordüren bestickten Futteral erkennt man ein sechsspeichiges Rad unter einem Kurfürstenhut. Die Stickereien geben das Wappen des Erzbistums Mainz wieder. Zusammen mit dem Kurfürstenhut kann der Reiter als Kurfürst von Mainz und somit als der mächtigste geistliche Herrscher aus den Reihen der Kurfürsten angesprochen werden. Der Bildhintergrund wird zu Füßen des Pferdes durch Grasbüschel, Blumen, sowie ein Gestrüpp belebt.

Das Bildfeld setzt sich durch einen vortretenden Falz deutlich vom umgebenden Rahmen ab. Der Falz entstand bei der Herstellung der Kachel, als man beide Teile, Rahmen und Bildfeld, getrennt fertigte und in lederhartem Zustand zusammenfügte. Damit konnte das Ausformen der komplizierten, großformatigen Kachel erleichtert werden. Zudem erlaubte die gesonderte Herstellung des Bildfeldes, den gleichen Rahmen auch für andere Darstellungen zu verwenden.

Der symmetrisch aufgebaute Rahmen wurde in Form einer Arkade gestaltet. Sie besteht im Fußbereich aus Sockeln mit aufgelegten Arkanthusblättern. Dazwischen spannt sich eine rankenverzierte Sockelleiste. Über dieser erheben sich zwei gedrehte Säulen, die in Anlehnung an barocke Architekturformen mit einer Weinranke geschmückt wurden. Die in ihren Drehrichtungen einander zugewandten Säulen enden in korinthischen Kapitellen. Auf dem darüber liegenden Gesims mit Zahnschnittfries fußt ein gesprengter Bogen. Er ist in leichter Unteransicht angegeben. Seine Laibung ist mit Arkanthusblättern geschmückt. An die Stelle eines Schlusssteins tritt eine dem Betrachter zugewandte Frauenmaske. Sie wird von einem festonartig drapierten Tuch umfasst, das zwei Putten emporhalten. Die Putten leiten über zu mit Schrägbalken verzierten Wappenschilden. Die lebhafte Bewegtheit der Figuren in den Zwickeln, sowie ihre gelängte, feingliedrige Ausbildung lassen barocke Gestaltungsprinzipien voll zur Geltung kommen. Eine akanthusblattbesetzte Rahmenleiste schließt das Relief nach außen ab.

Die Kachel wurde als Einzelstück zusammen mit unglasierten Becherkacheln gefunden.4 Eine bauliche Zusammengehörigkeit beider Kachelformen innerhalb eines Ofen ist aufgrund der Fundlage nicht auszuschließen, scheint jedoch aufgrund fehlender Vergleichsbeispiele sehr unwahrscheinlich.


Motive der Serie der Kurfürsten

Model des Innenfeldes einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen: Kaiser Leopold
unglasiert, 1698, H. 28,0 cm, Br. 19,8 cm

Heidelberg, Kurpfälzisches Museum, Inv.-Nr. KE 075
Fragment eines Models des Innenfelds einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen: Kurfürst zu Mainz
unglasiert, 1699, H. 22,5 cm, Br. 16,0 cm

Bretten, Stadtmuseum, Inv.-Nr 88/823,1
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen: Kurfürst zu Köln
dunkelbraun glasiert, Ende 17. Jh., H. 36,0 cm, Br. 28,5 cm

Straßburg, Musée Historique
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen: Kurfürst von Trier
graphitiert, letztes Drittel 17. Jh.

Lengfeld, Privatbesitz
Model einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen: Kurfürst von Sachsen
unglasiert, 1659

Stuttgart, Württembergisches Landesmuseum, Inv.-Nr. E 3102
Relief Innenfelds einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen: Kurfürst von Brandenburg
polychrom, letztes Drittel 17. Jh., H. 26,0 cm, Br. 19,0 cm

Neudenau, Josefine-Weihrauch-Heimatmuseum
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen: Kurfürst zu Bayern
graphitiert, Ende 17. Jh., H. 46,0 cm, Br. 33,5 cm

Haguenau, Musée Historique, Inv.-Nr. HAG 3
Patrize des Innenfelds einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen: Kurpfalz
unglasiert, 1659, H. 35,0 cm, Br. 25,0 cm

Straßburg, Musée Historique, Inv.-Nr. 31207

Die Ettlinger Kurfürstenkachel besteht zu mehr als zwei Dritteln aus Originalteilen. Bei der Restaurierung im Jahre 1980 durch das ehem. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Außenstelle Karlsruhe konnten die meisten Fehlstellen mit Hilfe ihrer Anschlussstücke ergänzt werden. Das vordere Teil des Pferdes wurde frei nachgezeichnet. In Abstimmung mit einem Innenfeldmodel aus den Beständen der Martin-Wörner-Sammlungen in Bretten,5 das mit der Darstellung auf dem Ettlinger Stück übereinstimmt, ließen sich die fehlenden Teile des Innenfelds komplettieren.

Fragment eines Models des Innenfelds einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen: Kurfürst zu Mainz, unglasiert, 1699, H. 22,5 cm, Br. 16,0 cm, Bretten, Stadtmuseum, Inv.-Nr 88/823,1Das Brettener Model ist etwa ein Sechstel größer war, als das Ettlinger Relief. Diese Differenz beruht auf dem Wasserverlust und der damit verbundenen Schrumpfung der keramischen Masse beim Austrocknen und Brennen. Ob das Brettener Model als Vorlage für das Ettlinger Relief genutzt wurde, erschloss sich aus einer Inschrift auf der Modelrückseite. Die eingeritzte Buchstabenkombination PBIB bezieht sich auf den Hersteller des Models. Über der Inschrift befindet sich die Jahreszahl 1699. Da die Ettlinger Kachel bereits 1689, also zehn Jahre zuvor, in die Erde gelangte, muss es sich bei dem Model um eine später abgeformte Matrize handeln, die auf längt sin Nutzung befindliche Vorlagen zurückgriff.

Der Kurfürst von Mainz aus der Serie der Kurfürsten zu Pferde Ettlinger Art kann über Kachelreliefs ebenso wie über Model um weitere berittene Mitglieder des Wahlgremiums bereichert werden.6 Zusammen mit dem obersten Souverän, dem Kaiser, war die Serie als achtteilige Bildfolge konzipiert. Fünf von ihnen sind über Model, Reliefs und Kacheln aus Bretten, Hagenau im Elsass, Heidelberg, Lengfeld und Straßburg sicher darstellbar. Die in die Aufstellung übernommenen Innenfelder mit den Kurfürsten von Sachsen (aus Stuttgart), von Brandenburg (aus Neudenau) und von der Pfalz (aus Straßburg) geben eine recht genaue Vorstellung des Bildaufbaus sowie der zum Einsatz kommenden Attribute der fehlenden Reliefs der Serie. Das Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf die Rheinebene nördlich von Straßburg, den östlich angrenzenden Schwarzwald sowie den Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Raum.

Für die Ettlinger Kachel wählte man das Motiv des Kurfürsten.7 Das im 13. Jahrhundert etablierte Kurfürstenamt war mit dem Wahlrecht zur Kür des Königs des Heiligen Römischen Reiches verknüpft. Das siebenköpfige Wahlgremium bestand aus drei geistlichen und vier weltlichen Fürsten. Im 16. Jahrhunderts setzte es sich aus den drei geistlichen Kurfürstentümern Mainz, Trier und Köln, sowie den vier weltlichen Kurfürstentümern Böhmen, Pfalz, Sachsen und Brandenburg zusammen. Infolge der Ächtung des Winterkönigs wurde die Kurwürde im Jahre 1632 von der Pfalz an Bayern übertragen. Nach dem Westfälischen Frieden schuf man für die wieder eingegliederte Pfalz ein achtes Kurfürstenamt. Neben der Wahl eines Herrschers aus den eigenen Reihen und der Wahrung von Reichsinteressen oblagen den einzelnen Kurfürsten Aufgaben im Krönungszeremoniell. Dort waren sie für bestimmte Krönungsinsignien zuständig, die ihnen mitunter als Zeichen der Selbstdarstellung auf Werken der bildenden Kunst beigegeben sind. Die Insignien erkennt man beispielsweise auf einem 1564 geschaffenen Holzschnitt von H. Rogel d.Ä.. Er zeigt Kaiser Maximilian II., umgeben von den sieben Kurfürsten.

Verbreitung der Ofenkacheln mit reitenden Kurfürsten Typ Ettlingen. Karte: Sabrina Bachmann, HeimbuchenthalGeprägt durch das humanistische Bildungsideal der deutschen Renaissance wurde auch die Stellung des Kurfürsten stärker betont. Darstellungen von Kurfürsten werden nun auch auf Werke der Kachelkunst übertragen. So wurde der Pfalzgraf Ludwig V. auf einer Blattkachel vom Kornmarkt in Heidelberg mit Reichsapfel und Reichsschwert dargestellt.8 Charakteristisch für die Renaissance blieb die Beschränkung der Darstellung auf einen Herrscher.9 In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Darstellung des reitenden Herrschers oder Feldherren immer beliebter. Die Kurfürsten, die nun als in sich geschlossene Serie auf Werken des Kunsthandwerks abgebildet wurden, sitzen hoch zu Roß. Darstellungen dieser Art finden sich sowohl auf Nürnberger Zinntellern und bemalten Glashumpen, als auch auf Kachelöfen. Das Verbreitungsgebiet des Kurfürstenthemas weist Schwerpunkte in Hessen, Süddeutschland und Österreich auf. Weitere Produktionszentren sind für Mitteldeutschland in Leipzig und Magdeburg archäologisch bezeugt.10

Der bedeutendste Vertreter einer mit Kurfürsten geschmückten Raumheizung ist der nach 1683 in Bayern entstandene Ofen aus Schloss Wildshut an der Salzach. Er befindet sich heute im Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz.11 Der zweiteilige Ofen, der nach Fritz Blümel zu den kostbarsten und prunkvollsten Erzeugnissen des Hafnerhandwerks zählt,12 ist mit einer leuchtenden Buntglasur bedeckt, bei der Blautöne vorherrschen. Die fürstlichen Reiterbildnisse in den Hauptfeldern der Ofenwand werden eingerahmt von barocken Dekorationselementen, wie Grotesken und schweren Fruchtgehängen. Das stark plastisch vortretende Ornamentwerk wirkt im Zusammenspiel mit der Mehrfarbigkeit verwirrend. Auf den acht Hauptfeldern erkennt man die Kurfürsten von Mainz, Köln, Bayern, Brandenburg, Sachsen und der Pfalz. Böhmen ist in Personalunion mit dem Habsburger Leopold I. vertreten. Eine Kachel zeigt den Auftraggeber des Ofens, den Grafen von Starenberg. Wie auf einer vergleichbaren Serie mit Kachelmodeln aus Salzburg zeigt das Bildfeld im unteren Teil jeweils ein bekanntes Bauwerk am Regierungssitz des Fürsten.13 So ist das Erzbistum Köln auf den Kachelreliefs mit reitenden Kurfürsten beispielsweise durch dem Kölner Dom genauer verortbar.

Einen ähnlichen Aufbau zeigt auch ein Kachelmodel aus Villingen mit dem Kurfürsten von Trier.14 Im Vergleich mit dem Ettlinger Stück fallen dabei erstaunliche Übereinstimmungen in der Gesamtkomposition, der Gestaltung der Pferde und der detaillierten Wiedergabe der Gewänder auf. Wahrscheinlich verfügte man in Villingen über eine qualitätsvolle Ausführung jener Vorlage, die auch der Töpfer der Ettlinger Kachel nutzen durfte.

Kacheln mit reitenden Kurfürsten konnten in der Ettlinger Innenstadt an zwei Stellen nachgewiesen werden:

Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürsten zu Mainz (?), graphitiert, Ende 17. Jh., Ettlingen, Museum, urspr. Ettlingen, Hirschgasse

Im Jahre 1988 wurden bei Sanierungsarbeiten in der Hirschgasse motivisch ähnliche Kachelfragmente ergraben. Sie waren nach dem Abtragen des Ofens noch vor 1700 in die Aufschüttung über einem Kellergewölbe gelangt. Dem Fundkonvolut aus der Hirschgasse ist zu entnehmen, dass die großformatigen Blattkacheln mit reitenden Kurfürsten in einen ein- oder zweistöckigen Oberofen eines graphitierten Kombinationsofens eingebaut gewesen sein dürften. Sie waren umgeben von erheblich kleineren Kacheln mit ähnlichem Motiv.

Drei Fragmente aus der Dekaneigasse stimmen mit den entsprechenden Partien der Kachel mit dem Mainzer Erzbischof von der Entengasse/Kirchgasse überein.

Mit Ausnahme des Brettener Models war keines der beschriebenen Vergleichsstücke datiert. Doch sprechen die Befundzusammenhänge und die Verwendung von barocken Zierlementen in der Rahmenarchitektur dafür, dass alle vorgestellten Stücke zwischen den siebziger Jahren des 17. Jahrhunderts und dem Übergang zum 18.Jahrhundert angefertigt wurden.


Weitere Ofenkeramiken der Serie der Kurfürsten zu Pferde

Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürstenzu Mainz (Zustand nach 1992), graphitiert, Ende 17. Jh., Ettlingen, Albgaumuseum, urspr. Ettlingen, Entengasse/Kirchgasse
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürstenzu Mainz (Zustand nach 1992)
graphitiert, Ende 17. Jh., H. 40,0 cm, Br. 28,5 cm

Ettlingen, Museum, urspr. Ettlingen, Entengasse/Kirchgasse
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürstenzu Mainz (Zustand nach 1992), graphitiert, Ende 17. Jh., Ettlingen, Albgaumuseum, urspr. Ettlingen, Entengasse/Kirchgasse
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürstenzu Mainz (Zustand vor 1992), graphitiert, Ende 17. Jh., Ettlingen, Albgaumuseum, urspr. Ettlingen, Entengasse/Kirchgasse
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürstenzu Mainz (Zustand vor 1992)
graphitiert, Ende 17. Jh.

Ettlingen, Museum, urspr. Ettlingen, Entengasse/Kirchgasse
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürstenzu Mainz (Zustand vor 1992), graphitiert, Ende 17. Jh., Ettlingen, Albgaumuseum, urspr. Ettlingen, Entengasse/Kirchgasse
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürstenzu Mainz (?)
graphitiert, Ende 17. Jh.

Ettlingen, Museum, urspr. Ettlingen, Hirschgasse
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen ohne Arkade, graphitiert, Ende 17. Jh., Ettlingen, Albgaumuseum, urspr. Ettlingen, Hirschgasse
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen ohne Arkade
graphitiert, Ende 17. Jh.

Ettlingen, Museum, urspr. Ettlingen, Hirschgasse
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen ohne Arkade, graphitiert, Ende 17. Jh., Ettlingen, Albgaumuseum, urspr. Ettlingen, Hirschgasse
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürsten zu Mainz in einer Arkade mit mit wappenschildhaltenden Engeln, graphitiert, Ende 17. Jh., Eschau, Burg Wildenstein
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürsten zu Mainz in einer Arkade mit mit wappenschildhaltenden Engeln
graphitiert, Ende 17. Jh.

Eschau, Burg Wildenstein
Fragment einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürsten zu Mainz in einer Arkade mit mit wappenschildhaltenden Engeln, graphitiert, Ende 17. Jh., Eschau, Burg Wildenstein
Fragment des Innenfelds einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen
graphitiert, Ende 17. Jh.

Miltenberg, Museum der Stadt
Fragment eines Models des Innenfelds einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürsten zu Trier, unglasiert, Ende 17. Jh., H. 24,5 cm, Br. 18,0 cm, Villingen, Museum Altes Rathaus
Fragment eines Models des Innenfelds einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürsten zu Trier
unglasiert, Ende 17. Jh., H. 24,5 cm, Br. 18,0 cm

Villingen, Museum Altes Rathaus
Fragment eines Models des Innenfelds einer Blattkachel der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen mit dem Kurfürsten zu Trier, unglasiert, Ende 17. Jh., H. 24,5 cm, Br. 18,0 cm, Villingen, Museum Altes Rathaus
Fragment einer Blattkachel mit dem Dankesopfer von Noah in einer Arkade in der Art der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen , graphitiert, Ende 17. Jh., H. 49,4 cm, Br. 36,4 cm, Worms, Museum der Stadt
Fragment einer Blattkachel mit dem Dankesopfer von Noah in einer Arkade in der Art der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen
graphitiert, Ende 17. Jh., H. 49,4 cm, Br. 36,4 cm

Worms, Museum der Stadt
Fragment einer Blattkachel mit dem Dankesopfer von Noah in einer Arkade in der Art der Serie der Kurfürsten zu Pferd Typ Ettlingen , graphitiert, Ende 17. Jh., H. 49,4 cm, Br. 36,4 cm, Worms, Museum der Stadt
Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh., Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd
mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh.

Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh., Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkachel mit Kaiser Leopold I. zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh., Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkachel mit Kaiser Leopold I. zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut
mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh.

Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkachel mit Kaiser Leopold I. zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh., Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkachel mit dem Kurfürsten zu Bayern zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh., Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkachel mit dem Kurfürsten zu Bayern zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut
mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh.

Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkachel mit dem Kurfürsten zu Bayern zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh., Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkacheln mit dem Kurfürsten von der Pfalz (li) und von Brandenburg (re) zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh., Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkacheln mit dem Kurfürsten von der Pfalz (li) und von Brandenburg (re) zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut
mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh.

Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkacheln mit dem Kurfürsten von der Pfalz (li) und von Brandenburg (re) zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh., Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkachel mit dem Kurfürsten zu Köln zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh., Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkachel mit dem Kurfürsten zu Köln zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut
mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh.

Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach
Blattkachel mit dem Kurfürsten zu Köln zu Pferde vom Kachelofen mit Kurfürsten zu Pferd von Schloss Wildshut mehrfarbig glasiert, Ende 17. Jh., Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, urspr. Schloss Wildhut a. d. Salzach

Weiterführende Literatur:

Hans-Jürgen Anhalt, Herzogliche Jagd im Kreis Calw, in: Der Landkreis Freudenstadt. Heimat- und Jahrbuch (1985), S. o. S.

Paul Hoffmann, Die bildlichen Darstellungen des Kurfürstenkollegiums von den Anfängen bis zum Ende des Hl. Römischen Reiches (13. – 18. Jahrhundert), Bonn 1982.

Yves Hoffmann, Ofenkachel mit Darstellung eines Kurfürsten von Sachsen, in: Birgit Heide, Andreas Thiel (Hg.), Sammler – Pilger – Wegbereiter. Die Sammlugen des Prinzen Johann Georg von Sachsen, Mainz 2004.

Christian Leschke, Peter Knötzele, Aus dem Erdreich geborgen. Archäologische Funde aus Ettlingen, Ubstadt-Weiher 2006.

Bernhard Prokisch, Wärmende Pracht. Kachelöfen in Oberösterreich, Linz 1991.

Hans Ramisch, Bodenfunde von Ofenkacheln des 16. und 17. Jahrhunderts aus Gerolzhofen, Landkreis Schweinfurt, in: Jahrbuch der Bayerischen Denkmalpflege (1980), S. 127–158.

Harald Rosmanitz, Eine neurestaurierte Kurfürstenkachel aus Ettlingen. Funktion und Bildsprache eines barocken Tonreliefs, in: Ettlinger Hefte (1992), S. 5–13.

Harald Rosmanitz, Evangelisten, Tugenden und ein Kurfürst. Bildersprache und Formenvielfalt frühbarocker Ofenkacheln, in: Albrecht Bedal, Isabella Fehle (Hg.), Hausgeschichten. Bauen und Wohnen im alten Hall und seiner Katharinenvorstadt (Kataloge des Hällisch-Fränkischen Museums Schwäbisch Hall Bd. 8), Sigmaringen 1994, S. 149–164.

Svoboda, Christa, Alt-Salzburger Hafnerkunst. Model und Kacheln des 16. bis 18. Jahrhunderts aus der Strobl-Werkstatt, Salzburg 1981.


© Harald Rosmanitz, Partenstein 2020

  1. Christian Leschke, Peter Knötzele, Aus dem Erdreich geborgen. Archäologische Funde aus Ettlingen, Ubstadt-Weiher 2006, S. 150
  2. Egon Schallmayer, Römische Siedlung und Badegebäude in der Altstadt von Ettlingen, Landkreis Karlsruhe, in: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 1981 (1981), S. 153–159, S. 154, Abb. 121
  3. Harald Rosmanitz, Eine neurestaurierte Kurfürstenkachel aus Ettlingen. Funktion und Bildsprache eines barocken Tonreliefs, in: Ettlinger Hefte (1992), S. 5–13
  4. Becherkacheln fanden sich in Ettlingen vornehmlich in staufischen Fundschichten (Dietrich Lutz, Egon Schallmayer (Hg.), 1200 Jahre Ettlingen. Archäologie einer Stadt (Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg Bd. 4), Stuttgart 1988, Abb.45). Sie können als Vertreter der ältesten, in Südwestdeutschland nachgewiesenen Kachelform angesprochen werden (Andrea Bräuning, Sophie Stelzle-Hüglin, Drei Heizanlagen des ehemaligen Franziskanerklosters in Ulm. Zur Entwicklung der mittelalterlichen Luftheizung, in: Ralph Röber (Hg.), Mittelalterliche Öfen und Feuerungsanlagen (Materialhefte zur Archäologie in Baden-Württemberg Bd. 62) 2002, S. 35–54; Madeleine Châtelet, Jean-Jaques Schwien, Strasbourg. Place des Bateliers. La céramique de du Moyen Âge, in: Annick Richard, Jean-Jaques Schwien (Hg.), Archéologie du poêle en céramique du Haut Moyen Âge à l’époque moderne. Technologie, décors, aspects culturels. Actes de la table ronde de Montbéliard 23-24 mars 1995 (Revue Archéologique de l´Est Bd. 5), Dijon 2000, S. 15–31; Jürg Tauber, Herd und Ofen im Mittelalter. Untersuchungen zur Kulturgeschichte am archäologischen Material vornehmlich der Nordwestschweiz (9. – 14. Jahrhundert). Zugl.: Basel, Univ., Diss., 1980, Bd. 7, (Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters) Olten, Freiburg i. Br. 1980, S. 292-305).
  5. Bretten, Stadtmuseum, Inv.Nr. 88/832,1
  6. FurnArch liefert 43 Fragmente, die sich der Serie der reitenden Kurfürsten Typ Ettlingen zuweisen lassen (Stand August 2020). Es ist dabei zu berücksichtigen, dass Kacheln dieser Bildfolge alleine in Ettlingen für fünf Fundstellen belegt sind.
  7. Paul Hoffmann, Die bildlichen Darstellungen des Kurfürstenkollegiums von den Anfängen bis zum Ende des Hl. Römischen Reiches (13. – 18. Jahrhundert), Bonn 1982
  8. Harald Rosmanitz, Die Ofenkacheln, in: Dietrich Lutz (Hg.), Vor dem großen Brand. Archäologie zu Füßen des Heidelberger Schlosses, Stuttgart 1992, S. 77–81, S. 78, Abb. 85
  9. Martina Wegner, Sächsische Ofenkeramik der frühen Neuzeit. Produktion und Bildmotive sowie deren Ausbreitung am Beispiel der Töpfereiabwürfe vom Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig. (masch. Diss.), Bamberg 2019, S. 107-114
  10. Vgl. dazu weiterhin Yves Hoffmann, Ofenkachel mit Darstellung eines Kurfürsten von Sachsen, in: Birgit Heide, Andreas Thiel (Hg.), Sammler – Pilger – Wegbereiter. Die Sammlugen des Prinzen Johann Georg von Sachsen, Mainz 2004
  11. Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum (Schloßmuseum), Inv.Nr. K 738 (Bernhard Prokisch, Wärmende Pracht. Kachelöfen in Oberösterreich, Linz 1991, S. 31, Abb. 21)
  12. Fritz Blümel, Deutsche Öfen. Der Kunstofen von 1480 – 1910. Kachel- und Eisenöfen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, München 1965, S. 93, Abb. 250
  13. Salzburg, Sammlung Langthaler, ohne Inv.Nr. (Rosemarie Franz, Der Kachelofen. Entstehung und kunstgeschichtliche Entwicklung vom Mittelalter bis zum Ausgang des Klassizismus, Graz 2. verb. u. verm. Aufl.1981, S.184, Abb.665-668; Christa Svoboda, Alt-Salzburger Hafnerkunst. Model und Kacheln des 16. bis 18. Jahrhunderts aus der Strobl-Werkstatt, Salzburg 1981, S. 85, Kat.-Nr. 173-179).
  14. Villingen, Museum Altes Rathaus, Inv.Nr. IIb 13 (Sabine Bartenstein, Mechthild Fuchs, Hafnerkunst in Villingen. Bestandskatalog I des Museums Altes Rathaus Villingen, Abt. Kunsthandwerk, Stadt Villingen-Schwenningen. Hafnerkunst in Villingen, Villingen 1978, S. 91, Kat.-Nr. IIb, 12-13).